Lärmbelästigung durch Bohrer - Ist das Bohren am Sonntag erlaubt?

Bohren am Sonntag

Wenn Sie in Ihrer Wohnung bohren wollen, müssen Sie hierbei die vorherrschenden Ruhezeiten einhalten. Denn sonst könnten sich Ihre Nachbar gestört oder sogar belästigt fühlen.

Ruhezeiten - Wie lange darf gebohrt werden?

Die allgemeine Ruhezeit ist am Morgen zwischen sechs Uhr und acht Uhr und die Mittagsruhe zwischen zwölf Uhr und fünfzehn Uhr. Einige Gemeinden treffen hierbei spezielle Regelungen und sorgen so dafür, dass die Einwohner oder Gäste besonders geschützt werden, zum Beispiel wenn es sich um einen Kurort handelt.

Übrigens gibt es vielfach auch eine sogenannte Abendruhe und zwar in einer Uhrzeit zwischen 20 Uhr und 22 Uhr und eine Nachtruhe zwischen 22 Uhr und sechs Uhr am Morgen. Zudem gibt es häufig auch da spezielle Regelungen, wenn schutzbedürftige Menschen vorhanden sind, wie zum Beispiel bei einem Krankenhaus oder einem Seniorenheim.

In diesen Fällen ist der zeitliche Rahmen, indem zum Beispiel im Garten des jeweiligen Gebäudes gearbeitet werden kann, eingeschränkt. Das bedeutet dann logischerweise auch, dass die Ruhezeit länger ausfällt.

Lärm beim Bohren mindern

Wie lange darf gebohrt werden?
Lärm beim Bohren mindern

Wenn Sie selber bestimmte Bohrarbeiten durchführen wollen und dabei nicht durch die vorherrschende Ruhezeit unterbrochen werden wollen, können Sie einige Maßnahmen durchführen, um den Lärm zu reduzieren.

Dadurch fühlen sich die Nachbarn weniger gestört und belästigt und akzeptieren daher in vielen Fällen auch, wenn noch leise Geräusche zu hören sind. Bohren am Sonntag ist übrigens in den meisten Regionen komplett verboten.

Den Lärm beim Bohren durch bestimmte Sicherheitsmaßnahmen mindern

Nicht nur Ihre Nachbarn können von dem Lärm beim Bohren gestört werden. Auch Sie selber sollten sich so gut es geht vor diesem schützen. Gerade dann, wenn Sie die Maschine regelmäßig nutzen, können Sie auf Dauer Ihr Trommelfell beschädigen. Um das zu verhindern, sollten Sie immer die passende Schutzkleidung tragen. In diesem Fall ist das ein spezieller Gehörschutz, der idealerweise die komplette Ohrmuschel umschließt. Dadurch kann kein Schall an Ihre Ohren gelangen und Ihr Trommelfell ist vor dem aufkommenden Lärm geschützt.

Alternativ können Sie auch Stöpsel verwenden, die allerdings in den Gehörgang gesteckt werden. Achten Sie bei diesen aber darauf, dass sie möglichst elastisch sind und sich dem Ohr ideal anpassen. Denn auch dadurch wird verhindert, dass die lauten Geräusche beim Bohren in den Gehörgang eindringen können. Wichtig ist also in jedem Fall, dass dieser komplett abgedichtet ist.

Bei den meisten Heimarbeiten reichen die Stöpsel aus. Müssen Sie hingegen sehr häufig mit einer Bohrmaschine oder einem Bohrhammer hantieren, lohnt sich der Kauf eines modernen und zumeist auch deutlich effektiveren Gehörschutzes. Dieser hat den großen Vorteil, das Sie ihn mehrfach verwenden können. Die Stöpsel sind dagegen zumeist für die einmalige Nutzung ausgelegt.

Wie laut ist eine Bohrmaschine?

Die unterschiedlichen Bohrmaschinen erzeugen auch verschiedene Lautstärken. Allerdings werden diese in diverse Klassen unterteilt. Dadurch wissen Sie zumindest so ungefähr, wie laut das Gerät bei der Arbeit schließlich ist. Durchschnittlich erzeugen Bohrmaschinen Lautstärken von ungefähr 90 dB, ein Rasenmäher als Vergleich 100 dB. Diesen Lärm sollten Sie Ihren Ohren auf Dauer nicht ohne geeigneten Gehörschutz zumuten.

Jörg Wechsler
Autor: Jörg Wechsler

Mein Name ist Jörg. Im Laufe meiner Jugend hat auch mich irgendwann das Handwerk-Fieber gepackt! Seitdem schreibe ich für verschiedene Blogs und Magazine und seit Mitte 2019 auch für Bohrhammerfuchs.

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