Bohrhammer Fett: Arten, Eigenschaften & Anleitung zum Fetten
Im Handel sind sowohl fettfreie Bohrhämmer wie auch einzufettende Bohrhämmer von diversen Marken erhältlich, wie zum Beispiel von Bosch oder Hilti.
Der folgende Artikel beschäftigt sich mit Modellen, bei denen diese Arbeit regelmäßig anfällt. Unter anderem wird auch erläutert, welche unterschiedlichen Fettarten es gibt und wie ein Bohrhammer eingefettet werden muss.
Warum ist eine gründliche Pflege des Bohrhammers so wichtig?
Bei der Arbeit mit einem Bohrhammer entstehen Späne und sehr feiner Staub. Letzterer setzt sich an und in dem Gerät fest und kann auf Dauer die Funktionstüchtigkeit des Gerätes stören. Daher sollte der Staub unbedingt regelmäßig entfernt werden. Dadurch erhitzt der Bohrhammer nicht mehr so schnell und arbeitet wieder besser.
Auch sollte dieser regelmäßig mit dem passenden Meißelfett oder Getriebefett eingefettet werden. Diese Arbeit sollte circa nach jeder dritten bis vierten Verwendung erfolgen. Durch das Auftragen von geeignetem Bohrhammer-Fett wird das Metall des Gerätes gepflegt und der Bohrer selber ist anschließend wieder besser vor sogenannten korrosiven Schäden geschützt.
Normale Modelle werden manuell mit dem passenden Mittel versorgt. Größere Bohrhämmer sind dagegen häufig mit einem speziellen eingebauten Öler ausgestattet, der für das Fett automatisch abgibt. In vielen Fällen wird beim Kauf eines solchen Gerätes auch gleich eine kleine Probe eines Mittels mitgeliefert. Wenn Ihnen dieses gefällt, können Sie es in der Regel problemlos nachkaufen. Sie können aber auch anderes geeignetes Bohrhammer Fett verwenden und sind nicht an ein bestimmtes Mittel gebunden.
Welches Fett verwenden?
Grundsätzlich wird gesagt, dass ein falsches Fett dem Bohrhammer nicht so sehr schadet wie es bei einem trocken gelaufenen und daher auch ungeschmierten Bohrfutter der Fall ist. Dennoch ist es sehr wichtig, diese Arbeit richtig durchzuführen. In der Regel liegt dem Bohrhammer Fett auch eine Anleitung bei, wie dies am besten gelingt.
Zudem sollten auch in der Beschreibung des Gerätes einige Erklärungen zu der richtigen Pflege zu finden sein. Zu flüssiges Bohrhammer Fett kann unter Umständen spritzen, aus dem Hammer auslaufen und dadurch auch zu unschönen Verschmutzungen führen. Ist es dagegen zu hart, kann die Mechanik verkleben. Dadurch lässt sich das Bohrfutter nur noch sehr schwer öffnen.
- Meisselfett
- Original Makita
- Original Makita-Qualität, langlebig und robust
- Meißelfett, 100 ml
Welche Eigenschaften muss ein gutes Bohrhammer Fett haben?
Ein Bohrhammer Fett hat ganz grundsätzlich die Aufgabe, das eingespannte Werkzeug, wie zum Beispiel Bohrer und Meißel, zu schmieren. Dadurch kann das Gerät besser seinen Zweck erfüllen und läuft nicht so schnell heiß. Damit das möglich wird, darf das Fett nicht zu flüssig aber auch nicht zu hart sein.
Wenn es nach einer gewissen Zeit anfängt zu flocken oder auch ungleichmäßig im Gerät verteilt wird, sind logischerweise nicht alle Bereiche ideal versorgt. Zudem kann es in diesem Fall unter Umständen auch zu einer Verstopfung kommen, wodurch das Bohrfutter beschädigt werden kann.
Fettarten
Für Geräte aus der tieferen Preiskategorien reicht in vielen Fällen ein universelles Bohrerfett als Schmierstoff aus, wie zum Beispiel:
- Melkfett
Wenn bei einem Gerät das Bohrfutter aber hochwertig gefettet werden muss, werden die folgenden Produkte empfohlen:
- Wälzfette
- Kugellagerfette
- Getriebefette
- Gleitlagerfette
Je nach Bauart und Beschaffenheit des Bohrhammers können auch unterschiedliche dünnflüssige Schmiermittel (zum Beispiel verschiedene Hydrauliköle und Motoröle) zum Einfetten verwendet werden. Allerdings muss dann darauf geachtet werden, dass die Mittel nicht ins Innere des Gerätes gelangen. Um das zu verhindern, wird der Bohrhammer nach dem Fett nachfüllen erst einige Male "kopfüber" verwendet.
Es ist grundsätzlich sehr wichtig zu wissen, wo das Schmiermittel genau zum Einsatz kommen soll. Bei einigen Bohrhämmern muss nur das Bohrfutter gefettet werden, bei anderen Geräten dagegen auch der sogenannte Schlagkopf.
Zudem sollte vor dieser Arbeit immer erst die Bedienungsanleitung studiert werden. Ist diese nicht mehr vorhanden, können Sie auch direkt bei dem jeweiligen Hersteller nachfragen.
Anleitung zum Fetten
Sobald klar ist, welche Schmierpunkte Sie fetten müssen, können Sie mit der Arbeit beginnen. Sehen Sie allerdings noch alte Fettspuren oder diverse andere Verschmutzungen sollten Sie diese im Vorfeld noch so gut es geht entfernen. Verwenden Sie hierfür am besten ein spezielles Reinigunsbenzin und einen normalen Pinsel.
Um dann schließlich den Bohrfutterkopf und auch das gerade eingespannte Werkzeug passend zu präparieren, sollten Sie jeden Bohrer und jeden Meißel vor jedem Einspannen am Kopf einschmieren. Dadurch können Sie sich sicher sein, dass sie immer ausreichend Fett verwenden und können direkt ohne Bedenken mit dem Bohren und Stemmen beginnen.
Kurzanleitung zum Bohrhammer fetten
Bohrhammer vor dem Fetten gründlich reinigen und von alten Fettrückständen befreien |
---|
Vor dem Fetten alle wichtigen Informationen über geeignete Schmierstoffe einholen (Bedienungsanleitung durchlesen oder Hersteller kontaktieren) |
---|
In vielen Fällen reicht normales Melkfett aus |
---|
Es gibt Modelle, die gefettet werden müssen und auch solche, die mit Öl arbeiten |
---|
Wird der Bohrhammer sehr häufig benutzt, sollte er nach jeder dritten Verwendung eingefettet werden |
---|
Teilweise wird nur das Bohrfutter eingefettet, teilweise auch das eingespannte Werkzeug (zum Beispiel Bohrer oder Meißel) |
---|
- Meisselfett
- Original Makita
- Original Makita-Qualität, langlebig und robust
- Meißelfett, 100 ml
Mein Name ist Jörg. Im Laufe meiner Jugend hat auch mich irgendwann das Handwerk-Fieber gepackt! Seitdem schreibe ich für verschiedene Blogs und Magazine und seit Mitte 2019 auch für Bohrhammerfuchs.